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Bericht des Botschaftsausschusses

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Stephen Farris, Roberto Jordan, José Leite, Patience Mbenenge, Lewis Mudge und Posinda Titaley

 

Unser Bericht beginnt mit diesem "Begleitschreiben", das nicht zur Botschaft der Generalversammlung gehört, sondern vielmehr den Teilnehmenden erklären möchte, wie wir unsere Aufgabe verstanden haben und uns bemühten, sie auszuführen.

Unsere Aufgabe umfaßte zwei Aspekte. Wir hatten einerseits ein Dokument zu verfassen, das die Generalversammlung als ganze zusammenfassen sollte, jedoch ohne Sektionsberichte zu wiederholen oder als Zensor bzw. Verstärker irgendwelcher spezifischer Anliegen zu dienen. Wir hatten das Mandat, den Geist der Versammlung zum Ausdruck zu bringen. Zweitens hatten wir die Aufgabe erhalten, eine Erklärung zu verfassen - möglicherweise mit verpflichtendem Charakter - zu deren Unterzeichnung alle Teilnehmenden an der Versammlung aufgerufen werden könnten, und die auf dem Platz der Reformatoren am Ende des Fackelzugs verlesen würde. Wir hatten uns vorgenommen, vor allem "Hörende" zu sein, und die Anliegen aufzunehmen, die von vielen Stimmen bei der Generalversammlung geäußert wurden.

Wir wurden auch öfters von Personen angesprochen, die uns spezifische Problembereiche anvertrauten. Viele dieser Anliegen schienen uns in die Verantwortung von Sektionen oder Ausschüssen zu gehören. Wo dies möglich war, übergaben wir diese spezifischen Fragen den betreffenden Vorsitzenden oder dem Exekutivausschuß. Zugleich bemühten wir uns, den Geist dieser Mitteilungen in die Formulierung der Botschaft aufzunehmen.

Der von Ihnen eingesetzte Ausschuß traf sich an jedem Tag der Versammlung. Wir nahmen an Plenarsitzungen, Sektionen, Ausschüssen und Bibelarbeiten teil. Wir führten zahllose Gespräche mit Personen und kleinen Gruppen. Wir lasen aufmerksam Entwürfe, verbesserte Entwürfe und Dokumente in ihrer endgültigen Fassung durch. Bezüglich der Sektionen und Ausschüsse wollten wir nicht einfach nur das wiederholen, was diese Gremien selbst so eloquent aussagten. Stattdessen versuchten wir, das Wesentliche des Gelesenen und Gehörten zu erfassen, und darin die verborgene Botschaft an die reformierten Kirchen, ja an alle christlichen Kirchen, wahrzunehmen.

Unsere Aufgabe, eine Art verpflichtender Erklärung - möglicherweise in poetischem, aufrüttelndem Stil - zu verfassen, stellte sich als eine echte Herausforderung dar. Wir überlegten uns, wie wir diese Erklärung einerseits in unserer Tradition verwurzeln und sie andererseits inhaltlich entschieden aktualitätsbezogen gestalten könnten. Schließlich übernahmen wir Worte von Johannes Calvin, sowie Auszüge der Antwort auf Frage 1 des Heidelberger Katechismus, und zwar in leicht abgewandelter Form. In Buch III, Kapitel 7, Sektion 1 der Institution wiederholt Calvin mehrmals die Worte: "Wir gehören nicht uns selbst." Zu jeder Aussage fügt er die sich daraus ergebenden Konsequenzen hinzu, selbstverständlich in Begriffen des 16. Jahrhunderts. Heute, am Ende des 20. Jahrhunderts, waren wir so kühn, die Aussagen Calvins auf neue Weise weiterzuführen. Wir übersetzten des Dokument ebenfalls aus dem Altfranzösischen Calvins in die heutige inklusive Sprache, und zwar in einer englischen französischen, deutschen und spanischen Version.

Auf dieser Grundlage bauten wir eine Erklärung von trinitarischer Struktur mit reformiertem theologischen Inhalt und aktualitätsbezogenen ethischen Verpflichtungen auf. Wir nennen sie Die Erklärung von Debrecen. Mögen diese oder vielleicht bessere, von Teilnehmenden an dieser Versammlung vorgeschlagenen Worte, für unsere Berufung zu einer gegenwartsgemäßen Form der Nachfolge hilfreich sein. Wir laden die Teilnehmenden an der 23. Generalversammlung ein, sich mit uns dieser verpflichtenden Litanei anzuschließen und sie aus persönlicher Überzeugung mitzuunterzeichnen.

 

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