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Semper Reformanda |
Protokoll |
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Debrecen, Ungarn 8.-20. August 1997
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Kirche |
Prediger |
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Mester Street |
Bischof István Csete Szemesi (Jugoslawien) |
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Kossuth Street |
Bischof László Tökés (Rumänien) |
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Kleine Kirche |
Bischof Lajos Gulácsy (Ukraine) |
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Großkirche |
Bischof Géza Erdélyi (Slowakei) |
Um 15.00 Uhr machten sich die Teilnehmenden auf zum Großen Wald, wo sie in einem vielseitigen, bunten und wunderschönen Kulturprogramm mit Musik und Tanz verschiedenster Gruppen aus Debrecen und Umgebung unterhalten wurden. Danach nahmen sie eine ausgezeichnete ungarische Gulaschsuppe zu sich, die in Zelten von freundlichen Soldaten der ungarischen Armee bereitgestellt worden war. Vizepräsident Benjamin Masilo sprach den Kirchen von Debrecen und allen, die zu diesem so unterhaltsamen Tag beigetragen hatten, im Namen der Generalversammlung seinen Dank aus.
Der Nominierungsausschuß, sowie die Ausschüsse für Grundsatzfragen und Öffentliche Angelegenheiten trafen sich zu ihren ersten Sitzungen um 20.00 Uhr im Reformierten Kollegium und in der Pädagogischen Hochschule.
Ebenfalls um 20.00 Uhr wurden im Theatersaal der Pädagogischen Hochschule Videos mit folgenden Themen vorgeführt:
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Nordkorea |
Jahreszeiten und Bräuche in Korea |
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Brasilien |
Das Kinderprojekt |
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Indien |
Straßenkinder in Delhi: Eine helle Zukunft |
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Ghana |
Strahlen der Hoffnung |
Montag, 11. August 1997Der Morgengottesdienst wurde von Delegierten aus Indien durchgeführt und von Bischof Peter Vinod geleitet. Die Bibelarbeiten wurden auf die Zeit nach der 5. Geschäftssitzung verlegt.
Die 5. Geschäftssitzung wurde um 9.00 Uhr von der Präsidentin eröffnet.
Frau Joy Michael überbrachte der Generalversammlung Grüße von Frau Shanti Solomon (Kirche von Nordindien), die als offizieller Gast an der Generalversammlung hätte teilnehmen sollen. Frau Shanti Solomon war eine frühere Vizepräsidentin des RWB und Gründerin der Gemeinschaft der Kleinsten Münze. Sie brachte durch Frau Michael ihr großes Bedauern zum Ausdruck, aus gesundheitlichen Gründen ihre Teilnahme absagen zu müssen und wünschte der Versammlung Gottes Geleit bei allen ihren Entscheidungen.
Der Bericht der Vorkonferenz der Frauen wurde von ihrer Vorsitzenden, Frau Lydia Aku Eleblu (Evangelische Presbyterianische Kirche, Ghana), vorgetragen. Die Frauen beschrieben beispielhaft Situationen schon gesprengter und noch zu sprengender Ketten, von denen sie in ihren Gottesdiensten, Reflexionen, Gesprächen und Gebeten erfahren hatten, und gaben Handlungsempfehlungen (Anhang 12).
Mit farbenprächtigen Masken und mit Musik demonstrierten die Teilnehmenden des Reformierten Jugendforums, welche aus ihrer Sicht und von ihren Erfahrungen her die Ketten der Ungerechtigkeit in der Welt sind. Auch sie gaben Handlungsempfehlungen (Anhang 13).
Zu keinem der Berichte wurden Beschlüsse gefaßt. Die Empfehlungen sollten zunächst von den entsprechenden Sektionen oder Ausschüssen studiert und bei einer späteren Sitzung darüber berichtet werden.
Bischof Lásló Tökés (Reformierte Kirche in Rumänien) verlas ein Grußwort der Ungarischen Reformierten Vereinigung, die ungarisch-sprechende reformierte Christinnen und Christen in vierzig Ländern in der ganzen Welt verbindet. Er gab seiner Dankbarkeit Ausdruck, daß die Generalversammlung zum ersten Mal in Mittel- und Osteuropa zusammentrete, wo ihr Thema eine ganz besondere Bedeutung habe. Außerdem sprach er die Hoffnung aus, die Generalversammlung möge dazu beitragen, die Freiheit in der Region zu erhalten und ein korrektes Verhältnis zwischen Kirche und Staat zu gewährleisten.
Gottesdienst und Bibelarbeiten sollten jeden Morgen stattfinden, aber bis Freitag keine weiteren Geschäftssitzungen. Die einzelnen Tage sollten wie geplant zur Arbeit in den Sektionen, Untersektionen und Ausschüssen zur Verfügung stehen. Für Besucherinnen und Besucher, die nicht an den Sektions- oder Ausschußsitzungen teilnehmen konnten, wurde ein gesondertes Programm angeboten.
Um 20.00 Uhr wurden regionale Treffen abgehalten, in denen die einzelnen Regionen ihre Nominierungen für den Exekutivausschuß diskutieren konnten, wie auch bestimmte regionale Themen, die in einer Sektions- oder Ausschußsitzung zur Sprache gebracht werden sollten.
Dienstag, 12. August 1997Der Morgengottesdienst wurde von den Jugenddelegierten in Form eines kreativen Dramas gestaltet. Nach einigen Ankündigungen traf man sich in Bibelarbeitsgruppen. Von 11.00 bis 12.30 Uhr und von 17.00 bis 18.30 Uhr fanden die Sitzungen der Sektionen und Untersektionen statt. Die Ausschüsse tagten von 15.00 bis 16.30 Uhr.
Mittwoch, 13. August 1997Der Morgengottesdienst wurde von Delegierten aus Afrika gehalten in Form eines Abendmahlsgottesdienstes. Pfr'in Muthoni Ruth Ngaari hielt die Predigt.
Die Präsidentin begrüßte Pfr. José Belo Chipenda, Generalsekretär der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz (AACC), der dem RWB dafür dankte, daß viele Delegierte aus AACC-Kirchen die Möglichkeit erhielten, an der Generalversammlung teilzunehmen. Presbyterianer, Methodisten und Lutheraner hätten im 20. Jahrhundert ausgezeichnete ökumenische Arbeit geleistet. Heute gäbe es in Afrika 300 Millionen Christinnen und Christen, verglichen mit 10 Millionen zu Beginn des Jahrhunderts. Die 1963 gegründetete Gesamtafrikanische Kirchenkonferenz hoffe auf weitere Unterstützung durch den RWB. Die Kirchen seien durch eine Anzahl von Faktoren "verstört aber nicht zerstört", was er mit folgenden Beispielen verdeutlichte:
Nach den Ankündigungen trafen sich die Delegierten in den Bibelarbeitsgruppen. Die Sektionssitzungen wurden von 11.00 bis 12.30 Uhr und von 17.00 bis 18.30 Uhr abgehalten. Die Ausschüsse trafen sich von 15.00 bis 16.30 Uhr.
Um 20.00 Uhr führten die Delegierten aus dem Süden ein Forum über Wirtschaftliche Gerechtigkeit durch. (Anhang 22). Das Abendgebet wurde um 21.30 Uhr in der Großkirche gehalten.
Donnerstag, 14. August 1997Der Morgengottesdienst wurde von der Presbyterianischen Kirche in Kamerun geleitet. Die Predigt hielt Frau Elizabeth Lena Gana.
Nach dem Gottesdienst überbrachte Groß-Protopresbyter Dr. Georges Tsetsis Grüße und verlas eine Botschaft des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios, der seiner Dankbarkeit für den Dialog zwischen den orthodoxen und reformierten Kirchen Ausdruck gab und der Generalversammlung gutes Gelingen wünschte (Anhang 14).
Die pakistanische Delegation verlas eine Erklärung, in der daran erinnert wurde, daß Pakistan am 14. August 1947 von Großbritannien unabhängig wurde. Die Christen in Pakistan würden weiterhin gegen Ungerechtigkeit kämpfen und an dem fundamentalen Grundsatz festhalten, daß alle Pakistanis Bürgerinnen und Bürger eines Staates seien.
Danach gingen die Teilnehmenden in die Bibelarbeitsgruppen. Die Sitzungen der Sektionen und Untersektionen fanden von 11.00 bis 12.30 Uhr und von 17.00 bis 18.30 Uhr statt. Die Ausschüsse trafen sich von 15.00 bis 16.30 Uhr.
Um 20.00 Uhr wurden zu folgenden Themen Forumsgespräche angeboten: Koreanische Wiedervereinigung; Kongo (Zaire); Internationale Ältesten-Vereini-gung. Ein geplantes Forum über die Veränderungen in Kirche und Gesellschaft nach 1989 wurde abgesagt.
In der Agora gab es verschiedene Beiträge. Das Abendgebet wurde um 21.30 in der Großkirche gehalten.
Freitag, 15. August 1997Der Morgengottesdienst wurde von den Delegierten aus Nordamerika geleitet. Nach den Ankündigungen trafen sich die Teilnehmenden in den Bibelarbeitsgruppen.
Die Geschäftssitzung wurde um 10.45 Uhr von der Präsidentin eröffnet.
Die Präsidentin begrüßte Pfr. Jean-Jacques Bauswein, den Herausgeber des Handbook of Reformed Churches Worldwide, der der Versammlung berichtete, daß diese Publikation, die 1998 in englischer Sprache veröffentlicht wird, die erste ihrer Art sei, in der alle reformierten Kirchen, etwa 750 an der Zahl, die in 155 Ländern existierten und arbeiteten, aufgeführt seien. Er bat die Delegierten, die Angaben auf ihre Richtigkeit zu überprüfen und eventuell vorhandene Informationen über weitere Kirchen mitzuteilen.
Pfr. Ragi Khouri (Evangelisch-Arabische Kirche von Sao Paulo, Brasilien) bat die Präsidentin, einen Zier-Dolch als Geschenk seiner Kirche anzunehmen. Er erzählte von der Arbeit seiner Kirche für Alte und Bedürftige in Sao Paulo und von den Schwierigkeiten, die er und seine verstorbene Frau in der Durchführung dieses Projektes hatten. Die Präsidentin dankte ihm für sein Geschenk und seine Beharrlichkeit.
Die Präsidentin bat den Vorsitzenden des Nominierungsausschusses, Pfr. Robert Stanley Wood (Cumberland Presbyterian Church in America), den Bericht seines Ausschusses vorzutragen. Ein Ausschußmitglied, Pfr. Carlos Camps (Presbyterianisch Reformierte Kirche in Kuba), war zurückgetreten; die verbleibenden sieben Mitglieder hatten eine Liste von Kandidatinnen und Kandidaten für den Präsidenten, die Vizepräsidentin/Vizepräsidenten, die Moderatorin/Moderatoren der Abteilungen und den 25-köpfigen Exekutivausschuß vorbereitet. Es wurde vorgeschlagen, der Tradition früherer Generalversammlungen zu folgen wonach der/die scheidende Präsident/in zum Ehrenmitglied des Exekutivausschusses ernannt werde. Die Präsidentin erklärte ihre Bereitschaft, diese Position anzunehmen. Sie bat die Versammlung, diesen Bericht 3(Anhang 18) anzunehmen, der bei einer späteren Sitzung geprüft werden würde. Der Antrag, den Bericht entgegenzunehmen und dem Ausschuß zu danken, wurde durch Akklamation angenommen.
Die Präsidentin stellte den verantwortlichen Steward, Zoltán Tarr, vor und dankte ihm und den anderen 51 Stewards, die sich so sehr eingesetzt hatten, um alle Arrangements für die Teilnehmenden der Generalversammlung so reibungslos und freundlich durchzuführen. Alle Stewards wurden nach vorne gebeten und der Versammlung einzeln vorgestellt. Danach sangen sie das Lied "Rejoice in the Lord Always and Again I Say Rejoice". Die Versammelten brachten ihren Dank und ihre Anerkennung mit starkem Beifall zum Ausdruck.
Information über die Wochenendbesuche in Ungarn und den Nachbarländern
Pfr. Bertalan Tamás erklärte die Arrangements, die für die Wochenendbesuche bei Kirchen in Ungarn und den Nachbarländern gemacht worden waren. Er teilte auch mit, daß die Kollekte zugunsten des Emmanuel-Heimes für behinderte Kinder US$ 2.640 erbracht habe.Dr. Robert Lodwick, Koordinator der 23. Generalversammlung, stellte Herrn Douglas Chial vor und dankte ihm für seinen unverzichtbaren Beitrag zur Vorbereitung und Durchführung der Versammlung. Herr Chial erklärte sorgfältig den Plan für die Abreise und bat die Teilnehmenden, sich die Abfahrtszeiten, die außerhalb des Melderaumes aufgehängt seien, genau anzusehen.
Pfr. Bertalan Tamás erzählte von den 32 Pfarrern im 17. Jahrhundert, die 1673, zur Zeit der Gegenreformation, von einem Gericht in Bratislava dazu verurteilt wurden, als Sklaven auf Galeeren zu arbeiten. Nach großem Leiden wurden sie 1676 von dem holländischen Admiral Ruyter entlassen. Ein Denkmal neben der Großkirche erinnert an dieses Ereignis. Als Papst Johannes Paul II. 1992 Debrecen besuchte, hat er an diesem Denkmal für die gebetet, die eine solche Behandlung erleiden mußten.
Unter den Anwesenden waren Prof. Pieter Holtrop, ein direkter Nachfahre von Admiral Ruyter, und Dr. Maria Czegledy-Gaal, eine direkte Nachfahrin eines der Galeerensklaven. Die beiden führten die Versammlung in einer Prozession von der Großkirche zu dem Denkmal, wo sie zur Erinnerung einen Kranz niederlegten. Bischof Bölcskei sprach in einem Gebet die Bitte um ungebrochene Gemeinschaft mit diesen Helden aus. Diese Feier wurde mit dem Lied "O Zion Haste" und einem ungarischen Lied beendet.
Die Vorsitzende von Sektion I : Reformierter Glaube und die Suche nach Einheit, Dr. J. Dorcas Gordon, trug ihren Bericht vor. Dr. Gordon dankte allen, die an dem Bericht mitgearbeitet hatten, vor allem dem Leitungsteam der Untersektionen. Der Antrag, die Versammlung möge den Bericht von Sektion I entgegennehmen, wurde angenommen.
Die Empfehlungen 1, 2, 3, 5, 6, 7, 8, 11, und 16 wurden ohne Diskussion angenommen. Nach ausführlicher Debatte und Diskussion wurden auch die Empfehlungen 4, 9, 10, 12, 14, 15, und 17 wie ursprünglich vorgestellt gebilligt.
Empfehlung 13: Hier wurde folgende Veränderung vorgeschlagen, das Wort "Erlösung" durch das Wort "Befreiung" zu ersetzen, da das Wort Erlösung sich auf Gottes Wirken durch Jesus Christus beziehe. Die Änderung wurde unterstützt und angenommen. Die Empfehlung lautet in der neuen Formulierung wie folgt: "Die Kirchen müssen unterscheiden lernen, welche Elemente ihrer Kultur zum Leiden von Menschen beitragen und welche Grundlage der Befreiung sein können." Weitere Überlegungen zum Bericht der Sektion I wurden auf die 8. Geschäftssitzung vertagt.
Dr. Richard Van Houten vom Reformierten Ökumenischen Rat (Reformed Ecumenical Council - REC) überbrachte Grüße seiner Organisation, die dem RWB vergleichbar, nur eben kleiner sei und aus 34 Kirchen in 22 Ländern bestehe. Er wies auf die beträchtliche Überschneidung beider Organisationen hin, da 19 der 34 Kirchen ebenfalls eine Mitgliedschaft im RWB unterhielten und drei von ihnen auch bei dieser Versammlung vertreten seien. Er erklärte, auch wenn die REC-Kirchen aus einer pietistischeren und separatistischeren Tradition kämen, habe der REC doch den Wunsch, herauszufinden, wie die Zusammenarbeit mit dem Weltbund in Bereichen gegenseitiger Interessen in einem Geist der Offenheit gestaltet werden könne.
Die Empfehlung 18 wurde wie folgt verändert: "Die Generalversammlung bittet darum, daß der RWB, der der Verkündigung einen hohen Stellenwert zumißt, Reflexion und Weiterbildung in Erzählmethodik im Hinblick auf die Durchführung von Erzähl-Workshops fördert." Die Empfehlung wurde unterstützt und angenommen.
Empfehlung 19 wurde durch die Sektionsleiterin wie folgt verändert und lautet nun: "Die Generalversammlung bittet darum, daß der Weltbund seine Mitgliedskirchen auch weiterhin ermutigt, den Dialog mit Andersgläubigen anzuregen und zu vertiefen." Die Empfehlung wurde angenommen.
Der Antrag, Empfehlung 20 anzunehmen, wurde unterstützt. Hinsichtlich der Handlungsempfehlung zu diesem Thema gab es einen Änderungsvorschlag mit folgendem Zusatz: "Daß die Theologische Abteilung Konsultationen, Studien und Reflexionen in die Wege leitet, wie Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen in die Gemeinschaft einbezogen werden können und Mitgliedskirchen aufgerufen werden, ethnische und soziale Minderheitsgruppen, wie zum Beispiel Sinti und Roma sowie Dalits voll zu integrieren." Nachdem mehrere Redner davor warnten, die Betonung der Frauenfrage mit anderen Themen zu vermischen, wurde ein Antrag gestellt, der unterstützt und angenommen wurde, die ursprüngliche Empfehlung mit dem Zusatz 20a zu versehen und die vorgeschlagene Änderung Empfehlung 20b zu nennen. Empfehlung 20a wurde abgestimmt und gebilligt. Bezüglich Empfehlung 20b wurde beantragt und unterstützt, nach dem Wort "Reflexion" noch "aus pastoraler Sorge mit" einzufügen. Die Empfehlung bekam aber nach weiterer Diskussion nicht die erforderliche Mehrheit. Deshalb wurde beantragt, unterstützt und vereinbart, die Empfehlung 20b an den Ausschuß für Öffentliche Angelegenheiten zu verweisen, in dem dasselbe Thema schon verhandelt wurde.
Der Antrag, Empfehlung 21 anzunehmen, wurde unterstützt. Es gab folgenden Änderungsantrag, die Worte "dem calvinistischen Ethos folgend" zu streichen und im ersten Satz "gemäß historisch reformiertem Nachdruck" einzufügen. Ein zweiter Änderungsvorschlag wollte das Wort "widerstehen" im ersten Satz mit "weiterhin zu" ergänzt wissen. Der erste Satz der Empfehlung 21 lautet nun wie folgt: "Die Generalversammlung bittet den Weltbund, gemäß historisch reformiertem Nachdruck, weiterhin der Tendenz zu widerstehen, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen."
Samstag & Sonntag, 16.-17. August 1997Die Teilnehmenden hatten am Wochenende Gelegenheit, Gottesdienste in reformierten Kirchen in Ungarn und den Nachbarländern zu besuchen. Für die in Debrecen Zurückgebliebenen gab es an beiden Abenden ein Programm in der Agora.
Montag, 18. August 1997Der Morgengottesdienst wurde von Delegierten aus dem pazifischen Raum geleitet. Die Predigtmeditation hielt Frau Katalina Tahaafa, Steward aus Tonga/Australien.
Wegen des Arbeitsdrucks noch zu erledigender Geschäfte wurden die Bibelarbeiten gestrichen und die Geschäftssitzung um 9.00 Uhr einberufen. Die Stimmzähler/innen wurden gebeten, sich vor der nachmittäglichen Geschäftssitzung zu treffen, um die Wahlen vorzubereiten.
Es wurde angekündigt, der Schwedische Missionsbund und die Kirche Christi im Kongo wollten während der Kaffeepause um 10.15 Uhr einen Bundesschluß unterzeichnen.
Die Sitzung wurde fortgesetzt, um über die Anerkennung zweier neuer Gebiete zu beraten:
Lateinamerika: Pfr. Dr. Abival Pires da Silveira berichtete, daß der Exekutivausschuß eine Empfehlung ausgesprochen habe, die Vereinigung Presbyterianischer und Reformierter Kirchen in Lateinamerika (AIPRAL) anzuerkennen und bestätigte, daß auch den vorgeschlagenen Zusatzbestimmungen zugestimmt worden sei. Nun sei es an der Generalversammlung, diese Zustimmung zu bestätigen. Herr Epifanio Márquez, Exekutivsekretär von AIPRAL, sprach von der Freude, daß sich nun dreißig Jahre geduldiger Arbeit in der Familie der reformierten Kirchen in Lateinamerika erfüllten. Er wies auf die diversen Veröffentlichungen von AIPRAL hin und überreichte der Präsidentin einen handgemalten Keramikteller als Erinnerungsgeschenk von AIPRAL. Die Präsidentin nahm das Geschenk entgegen und sprach ihren Dank und ihre Genugtuung aus. Nachdem um Fragen und Kommentare gebeten worden war, wurde der unterstützte Antrag, die Empfehlung anzunehmen, der Versammlung vorgelegt, die ihn durch Akklamation billigte.
Nordost-Asien: Staatsanwalt Emilio Capulong Jr. stellte den Antrag, eine ähnliche Empfehlung des Exekutivausschusses hinsichtlich des vorgeschlagenen Nordostasiatischen Gebietsausschusses, für den die Zusatzbestimmungen ebenfalls schon vom Exekutivausschuß bestätigt worden waren, anzunehmen. Dr. Sung-Bihn Yim, Sekretär dieses regionalen Ausschusses, betrachtete diese erst zwei Jahre alte Vereinigung als Kern einer größeren regionalen Gemeinschaft und gab seiner Freude Ausdruck über ihre Aktivitäten und Visionen. Nachdem die Präsidentin um Fragen und Kommentare gebeten hatte, legte sie der Versammlung den unterstützten Antrag vor, die Empfehlung des Exekutivausschusses anzunehmen, dem durch Akklamation zugestimmt wurde.
S.E. Benjamin Masilo stellte die Empfehlung des Exekutivausschusses über das Verhältnis zwischen dem RWB und der NGK vor (Anhang 23). Der Generalsekretär umriß die Hintergründe seit 1982, als die Apartheid relevante Begründungen lieferte, in Ottawa den status confessionis zu erklären, was Folgediskussionen nach sich zog. Am 7. August 1997 entschied der Exekutivausschuß, die Suspendierung der Kirche könne aufgehoben werden, wenn die Synode der Niederländisch-Reformierten Kirche bei ihrer Sitzung 1998 der "Vorgeschlagenen Gemeinsamen Erklärung zwischen dem Reformierten Weltbund und der Niederländisch-Reformierten Kirche (NGK)" zustimme.
Ein Teilnehmer schlug vor, in dem Pastoralbrief, der an die Kirchen geschickt werden sollte, das Wort "Rasse" durch "Herkunft und Gemeinschaft" zu ersetzen. Die Präsidentin erklärte, der Text des Briefes könne nicht verändert werden, der Exekutivausschuß würde aber die Kommentare dazu berücksichtigen. Der ordnungsgemäß unterstützte Antrag von S.E. Benjamin Masilo, diese Empfehlung anzunehmen, wurde der Versammlung vorgelegt und gebilligt. Die Empfehlung wird nun der NGK zur Umsetzung übergeben.
Pfr. Freek Swanepoel, Moderator der Niederländisch-Reformierten Kirche, drückte seinen tiefen Dank für die Resolution und den Pastoralbrief aus. Der Weltbund habe die Tür geöffnet, die NGK wieder in die reformierte Familie aufzunehmen. Er sei zuversichtlich, daß die NGK 1998 die erforderliche Antwort geben werde. Er würdigte dankbar, daß der RWB dazu beigetragen habe, die Meinung der NGK über die sündhafte biblische Rechtfertigung der Apartheid zu ändern. Die NGK sei der kirchlichen Einheit innerhalb der NGK-Familie, sowie Frieden und Gerechtigkeit und einem würdevollen Leben aller Menschen in Südafrika voll verpflichtet. Ihr tiefster Wunsch sei es, daß die Kirche weiter wachse.
Der Generalsekretär sprach ein Gebet, wonach der erste Vers von "Nun danket alle Gott" gesungen wurde.
Bischof Suputhrappa Vasanthakumar (Kirche von Südindien), Leiter des Ausschusses für Grundsatzfragen, stellte die Verantwortlichen der Untersektionen vor und dankte ihnen für ihre Arbeit.
Die Empfehlungen 1 bis 10 wurden unterstützt und gebilligt und ohne Diskussion angenommen.
Nach Eröffnung der Geschäftssitzung bedankte sich Pfr. Samuel Ador bei den Mitgliedern für ihre Besuche und Gebete während seines Krankenhausaufenthaltes.
Der Generalsekretär verlas ein Grußwort von Canon John Peterson, dem Generalsekretär der Anglikanischen Gemeinschaft, der das reiche und vielfältige Erbe der reformierten Kirchen würdigte und vor allem ihren Sinn für Gottes Gerechtigkeit hervorhob. Durch die Zusammenarbeit würden die Hindernisse, die die beiden Kirchengemeinschaften noch trennten, nach und nach aus dem Weg geräumt werden. Für die Arbeit der Versammlung erbitte er Gottes reichen Segen. Anhang 14).
S. E. Benjamin Masilo beantragte eine Resolution des Leitungsausschusses: "Daß die Angelegenheit angesichts des Ernstes der Beziehungen unserer Kirchen zu indigenen Völkern an den Exekutivausschuß zur baldmöglichsten Beratung verwiesen werde." Die Resolution würde unterstützt und ohne Diskussion angenommen.
Empfehlung 26 (Fortsetzung): Die Versammlung nahm die Beratungen über diese Empfehlung wieder auf. Die Präsidentin erklärte, mit dieser Formulierung sei gemeint, daß ausnahmslos alle Stellen im Hinblick auf Prioritätensetzung umfassend überprüft würden. Die Empfehlung wurde angenommen.
Empfehlung 27 wurde ohne Diskussion gebilligt.
Folgende Empfehlungen wurden in die Sektion V. Finanzen des Ausschußberichtes über Grundsatzfragen verwiesen:
Die sich auf Von Seoul nach Debrecen beziehende Empfehlung 28 wurde angenommen.
Empfehlung 29, die sich auf Kirchen außerhalb und innerhalb des RWB bezieht, wurde angenommen.
Die Empfehlungen 30-35 wurden ohne Diskussion angenommen.
Empfehlung 36 wurde ohne Diskussion angenommen.
Der Antrag, die Empfehlungen 37 und 38 anzunehmen, wurde unterstützt. Fragen wurden aufgeworfen hinsichtlich der Stellung der Anglikaner und der Bedeutung des Begriffs "Umkehr der Kirchen" in Empfehlung 38. Die Anglikaner betrachteten sich selbst als katholisch und protestantisch, so wurde erklärt, und die Absicht von Empfehlung 38 sei doch gerade, von den Trennungen und Spaltungen der Vergangenheit wegzukommen und in der Zukunft Zeichen der Einheit aufzurichten. Beide Empfehlungen wurden ohne Veränderungen angenommen.
Die Diskussion über den Ausschuß für Grundsatzfragen wurde abgebrochen, als laut Tagesordnung die Wahl der Amtsträger/innen auf dem Programm stand.
Der Vorsitzende des Nominierungsausschusses, Pfr. Robert Stanley Wood (Cumberland Presbyterian Church in America) beantragte, den Bericht des Nominierungsausschusses4 entgegenzunehmen. Dieser unterstützte Antrag wurde angenommen. Er beschrieb die Voraussetzungen unter denen die Nominierungen vorgenommen wurden. Auf die Frage, warum es jeweils nur eine Nominierung für jeden Platz gäbe, erinnerte die Präsidentin die Delegierten daran, daß es beim Weltbund bisher üblich gewesen sei, die Nominierungsliste in dieser Weise vorzustellen. Weitere Nominierungen könnten dann mit Zustimmung der Nominierten vom Plenum aus gemacht werden. Besorgnis wurde geäußert, weil kaum junge Leute aufgelistet waren und es auch nur begrenzte Kontinuität zwischen dem alten und dem neuen Exekutivausschuß gab. Delegierte aus verschiedenen Gebieten bedauerten, daß aus ihrem eigenen Gebiet keine Nominierungen gemacht wurden. Die genannten Kandidatinnen und Kandidaten wurden gebeten, sich zu erheben, damit man sie erkennen könne.
Ein Vorschlag, Regel 20 der Verfahrensordnung auszusetzen, wurde zwar unterstützt, fand aber keine Mehrheit. Die Wahl wurde fortgesetzt.
Prof. Dr. Choang-Seng Song (Presbyterianische Kirche in Taiwan) wurde einstimmig zum Präsidenten gewählt. Er dankte der Versammlung für das in ihn gesetzte Vertrauen und lud alle ein, an einer neuen Vision des RWB als einem Instrument von Gottes Versöhnung im 21. Jahrhundert mitzuwirken.
In Würdigung des neugewählten
Präsidenten und seiner Vision sang Frau Chia-Chun (Annie) Tsai (Presbyterianische Kirche in Taiwan) zwei auf das Thema bezogene Lieder, die sie in englischer Sprache vortrug:
"Öffne Türen und Fenster deines Geistes und deiner Seele;
Damit wir die Zukunft sehen und das Licht des Frühlings.
Wir werden sehen, wie die Menschen sich lieben;
Wir werden den Traum erkennen."
Es wurden einstimmig gewählt:.
In den Fällen, in denen zusätzliche Namen an Stelle der vom Ausschuß Nominierten vorgeschlagen wurden, wurde per Stimmzettel gewählt, auf die nur der Vorname geschrieben wurde.
Pfr. Japhet Ndhlovu (Reformierte Kirche in Sambia) wurde an Stelle von Pfr. Nyansako-Ni-Nku (Presbyterianische Kirche in Kamerun) vorgeschlagen. Pfr. Nyansako-Ni-Nku wurde gewählt.
Pfr'in Muthoni Ruth Ngaari (Presbyterianische Kirche von Ostafrika) wurde an Stelle von Pfr. Philippe Kabongo-Mbaya (PresbyterianischeGemeinschaft in der Demokratischen Republik Kongo) vorgeschlagen. Pfr'in Muthoni Ruth Ngaari wurde gewählt.
Bischof Samuel Parvey (Kirche von Pakistan), Pfr. Charles Jansz (Holländisch Reformierte Kirche in Sri Lanka) und Herr Calum Miller (Kirche von Schottland) wurden an Stelle von Pfr. Lal Engzaua (Presbyterianische Kirche von Myanmar) vorgeschlagen. Pfr. Lal Engzaua wurde gewählt.
Herr Ayub Ghulam Masih (Presbyterianische Kirche von Pakistan) und Dr. Sri Wismoady Wahono (Christliche Kirche in Ostjava) wurden an Stelle von Pfr. Karel Erari (Evangelische Christliche Kirche in Irian Jaya) vorgeschlagen. Pfr. Karel Erari wurde gewählt.
Pfr. Leander Warren (Kongregationalistische Union in Guyana) wurde an Stelle von Bischof Joseph Sahadat (Presbyterianische Kirche in Grenada) vorgeschlagen. Bischof Joseph Sahadat wurde gewählt.
Frau Kathleen Richards-Mavor (Vereinigende Kirche in Australien) wurde an Stelle von Pfr. Bertalan Tamás (Reformierte Kirche in Ungarn) vorgeschlagen. Pfr. Bertalan Tamás wurde gewählt.
Frau Kathleen Richards-Mavor (Vereinigende Kirche in Australien)und Herr Calum Miller (Kirche von Schottland) wurden an Stelle von Frau Margrit Leuenberger (Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund) vorgeschlagen. Frau Leuenberger wurde gewählt.
Pfr. Elekosi Viliamu (Kongregationalistische Christliche Kirche in Samoa) und Pfr. Philippe François (Reformierte Kirche von Elsaß-Lothringen) wurden an Stelle von Frau Gunilla Gunner(Schwedischer Missionsbund) vorgeschlagen.>Frau Gunner wurde gewählt.
Herr Saul Pulido Pérez (Nationale Presbyterianische Kirche von Mexiko) und Pfr. Philippe Kabongo-Mbaya (Presbyterianische Gemeinschaft der Demokratischen Republik Kongo) wurden an Stelle von Herrn Hermenegildo Méndez García (Nationale Evangelische Presbyterianische Kirche von Guatemala) vorgeschlagen. Herr Méndez García wurde gewählt.
Dr. David Rodríguez Enríquez (Assoziierte Reformierte Presbyterianische Kirche von Mexiko) wurde an Stelle von Frau Thania Izarra de Torres (Presbyterianische Kirche von Venezuela) vorgeschlagen. Frau Izarra de Torres wurde gewählt.
Es wurde vorgeschlagen, die restlichen Nominierten gemäß ihrer Nominierung zu akzeptieren. Der Vorschlag wurde nach einer Diskussion dahingehend verändert, daß die restlichen Nominierten wie vorgeschlagen bis Pfr. Dr. Paul Haidostian einschließlich akzeptiert werden sollten. Der Antrag wurde unterstützt und angenommen und somit die vom Ausschuß Nominierten gewählt (Vgl. Anhang 18).
Frau Kathleen Richards-Mavor (Vereinigende Kirche in Australien) zog ihren Namen zurück und nominierte Pfr. Elekosi Viliamu (Kongregationalistische Christliche Kirche in Samoa) an ihrer Stelle. Dr. Viliamu wurde gewählt.
Vizepräsident Dr. Abival Pires da Silveira übernahm den Vorsitz. Bei der 21. Generalversammlung in Ottawa war beschlossen worden, den scheidenden Präsidenten als Ehrenmitglied in den Exekutivausschuß zu wählen, mit demselben Rede- und Wahlrecht>wie ordentliche Mitglieder. Der Antrag, Dr. Jane Dempsey Douglass zum Ehrenmitglied zu wählen, wurde unterstützt und angenommen. Mit großer Freude wurde festgestellt, daß der neue Exekutivausschuß aus ihrer Weisheit und Erfahrung Nutzen ziehen könne.
Außerdem wurde vorgeschlagen, Frau Kathleen Richards-Mavor und Herrn Calum Miller zu Ehrenmitgliedern als reguläre Jugenddelegierte zu ernennen. Der Parlamentarier sprach sich dagegen aus, da die Verfassung eindeutig nur 25 gewählte Mitglieder festlege.
Dr. Herbert Ehnes, Moderator der Finanzabteilung,machte auf den Finanzbericht in Von Seoul nach Debrecen aufmerksam. Seit 1990 seien die Ausgaben von CHF 973,236 auf CHF 2,082,451 gestiegen. In derselben Zeit seien die allgemeinen Einnahmen von CHF 800,367 auf CHF 1,265,048 gestiegen. Sonderzuwendungen hätten es möglich gemacht, zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen, die allgemeinen Einnahmen seien aber seit 1993 zurückgegangen und hätten nur 64% der Ausgaben gedeckt. Obwohl einige Kirchen ihre Beiträge in Sachspenden leisteten,hätten so gut wie die Hälfte aller Mitgliedskirchen in den letzten sechs Jahren überhaupt keinen Beitrag geleistet. Ein sehr hoher Prozentsatz der Beiträge sei von einer kleinen Zahl von Kirchen gekommen. Aus diesem Grunde sei die Situation nicht als stabil zu bezeichnen. Dr. Ehnes forderte die Delegierten auf, ihre Kirchen vor Jahresfrist um besondere Unterstützung zu bitten, da bis dahin die Erneuerung einiger Verträge von Stabsmitgliedern anstehe. Wenn der gegenwärtige Umsatz von CHF 2,000,000 erhalten werden solle, würden zusätzliche CHF 7-800,000 gebraucht.
Empfehlung 39 wurde angenommen.
Empfehlung 40 wurde angenommen. Es wurde darauf hingewiesen, daß der Haushalt auf der Grundlage aufgestellt worden sei, daß die Mittel für den Exekutivsekretär der Abteilung für Zusammenarbeit und Zeugnis, sowie für die Exekutivsekretärin von PACT und den Exekutivsekretär für Kommunikation bis 1. September 1998 verfügbar seien. Man war sich einig, daß zu diesen Fragen die Stimme des Südens gehört werden müsse.
Empfehlung 41 wurde angenommen.
Empfehlung 42 wurde angenommen. Die Generalversammlung teilte die Sorge, daß der Haushalt für die Generalversammlung gegenwärtig ein Defizit aufweise. Die Mitglieder freuten sich über die Ankündigung der Presbyterianischen Kirche in Korea (PCK), eine Spende von US$ 100,000 zur Deckung des Defizits zur Verfügung zu stellen, das gegenwärtig bei CHF 200,000 lag. Der Moderator forderte die anderen Kirchen auf, ähnliche Beiträge zu leisten.
Dr. Ehnes dankte den Mitgliedern des Finanzausschusses, vor allem Gerhard Dilschneider, Pfr. Hugh Davidson und Pfr. Dr. Edwin Mulder, wie auch der Finanzkoordinatorin, Frau Renate Herdrich, für ihre Arbeit.
Ein Mitglied fragte, ob die früheren Empfehlungen 24-26 Vorrang hätten vor dem Paragraphen, der die Stellenbesetzung in Sektion V. Finanzen behandle (Untersektion zu Finanzen nach der 23. Generalversammlung) und bekam eine positive Antwort. Letzterer Paragraph sei keine Empfehlung, sondern diene nur zur Information.
Zu Empfehlung 43 wurde folgender Zusatz unterstützt und beschlossen: "Daß die Schatzmeister der Gebietsausschüsse beratende Funktion haben und einen Monat vor den Sitzungen des Exekutivausschusses die Finanzvorschläge kommentieren." Die veränderte Empfehlung 43 wurde gebilligt.
Ein Delegierter bat um eine Auflistung der einzelnen Beiträge für CANAAC, was ihm zugesagt wurde.
Ein anderer Teilnehmer stellte die Frage, ob daran gedacht sei, die Büros des Weltbundes wegen der hohen Kosten in der Schweiz und der andauernden Härte des Schweizer Frankens an einen anderen Ort zu verlegen. Der Moderator sagte, diese Frage sei schon diskutiert worden und würde weiterhin auf der Tagesordnung bleiben. Die Wichtigkeit, in Genf in unmittelbarer Nähe des Ökumenischen Rates der Kirchen und des Lutherischen Weltbundes zu sein, müsse mit berücksichtigt bleiben.
Die Versammlung nahm eine Empfehlung auf, die von Sektion II aufgeschoben war. Der Weltbund nach 1997 (Untersektion Stellenbesetzung und Solidarität): "Die Generalversammlung erinnert die Mitgliedskirchen daran, daß ihre finanziellen Beiträge eine fundamentale Bedingung und Konsequenz ihrer Mitgliedschaft sind." Ein Delegierter schlug vor, diese Empfehlung zurückzuziehen. Dr. Ehnes lehnte dies ab, da der finanzielle Beitrag ein entscheidender Teil der Mitgliedschaft sei. Der Antrag, diese Empfehlung als Empfehlung 45 anzunehmen, wurde unterstützt und angenommen. Folgender Änderungsantrag als Zusatz zu Empfehlung 45 wurde vorgeschlagen, unterstützt, danach aber an den Exekutivausschuß verwiesen: "Die Generalversammlung erbittet von allen nichtzahlenden Mitgliedern vor dem 31. März 1998 eine schriftliche Erklärung, in der sie angeben, mit welchem Betrag sie sich verpflichten wollen und wie sie diese Verpflichtung einzuhalten gedenken. Wenn bis zu diesem Datum nichts vorliegt, wird das Mitglied suspendiert. Die Suspendierung wird aufgehoben, wenn die Verpflichtung eingelöst wird."
Die Präsidentin eröffnete die Sitzung und bat um Zurückhaltung in der Diskussion, damit die Pflichtgeschäfte der Versammlung zu Ende geführt werden könnten. Die Präsidentin machte einen Vorschlag, wie die verbleibende Zeit für die noch zu erledigenden Themen aufgeteilt werden könnte.
Pfr'in Christiane Nolting schlug vor, ab sofort nur noch einen zustimmenden und einen ablehnenden Redebeitrag für jede Empfehlung zuzulassen. Die Resolution wurde unterstützt und angenommen.
Empfehlung 44 wurde zur Abstimmung vorgelegt und angenommen.
Kommunikation: Die Delegierten wurden daran erinnert, daß eine Empfehlung aus Sektion II zurückgestellt worden war. Der Weltbund nach 1997 (Untersektion über Jugend): "Daß in den Versammlungen und Ausschüssen die traditionellen, redezentrierten Methoden zugunsten von Kommunikationsmethoden aufgegeben werden, die Sprachbarrieren überwinden helfen." Ein Änderungsvorschlag, das Wort "aufgegeben" durch das Wort "ergänzt" zu ersetzen wurde unterstützt und angenommen. Der revidierte Text (Empfehlung 47), der vorgeschlagen, unterstützt und angenommen wurde, lautet nun: "Daß die traditionellen redezentrierten Methoden in den Versammlungen und Ausschüssen durch Kommunikationsmethoden ergänzt werden, die Sprachbarrieren überwinden helfen."
Die Delegierten wurden auch an eine andere Empfehlung aus Sektion II. Der Weltbund nach 1997, erinnert, die zurückgestellt worden war (Untersektion zu Stellenbesetzung und Solidarität): "Die Generalversammlung erteilt dem Exekutivausschuß den Auftrag, nach neuen und kreativen Wegen der Mittelbeschaffung zu suchen, um erforderliche Stabsstellen erhalten und sichern zu können." Da diese Empfehlung bereits in Empfehlung 46 enthalten ist, wurde sie gestrichen. Empfehlung 46 wurde ohne weitere Diskussion gebilligt.
Der Bericht des für die Botschaft verantwortlichen Ausschusses wurde zusammen mit der Botschaft und der Erklärung von Debrecen vom Leiter des Ausschusses, Pfr. José Manuel Leite, (Evangelische Presbyterianische Kirche von Portugal) verlesen. Dazu gab es einige Kommentare, vor allem den Vorschlag, den Jesaja-Text in die Botschaft mit aufzunehmen, damit sie enger mit dem Versammlungsthema verbunden sei. Einige Redner wünschten, am Anfang solle auf Gnade, Gottesdienst, Rechtfertigung und Feier hingewiesen werden. Es wurde vereinbart, alle weiteren Kommentare unverzüglich an den Leiter des Ausschusses weiterzugeben, damit sie für die endgültige Version berücksichtigt werden könnten.
Dr. Yong-Bock Kim (Presbyterianische Kirche von Korea), Leiter der Sektion II, bat die Versammlung, den Bericht zur Aussprache entgegenzunehmen, auch wenn er die geforderte Länge von 3.000 Wörtern überschritten habe. Dem wurde zugestimmt. Dr. Kim dankte allen, die an der Formulierung des Berichtes mitgearbeitet hatten.
Dr. Phyllis Airhart (Vereinigte Kirche von Kanada) trug einige ausgewählte und wesentliche Teile des Berichtes vor. Der Antrag, die wichtigsten Teile des Berichtes (Einführung, Biblische Perspektiven und Themenanalysen, Schluß) entgegenzunehmen, wurde unterstützt und gebilligt. Dies galt in gleicher Weise für die Entgegennahme des Kapitels "Aufruf zu einem processus confessionis".
Dem Vorschlag, einen Hinweis auf Multikulturalität und Gerechtigkeit abzuändern, wurde von der Präsidentin nicht stattgegeben, da der Antrag nur die Entgegennahme und nicht die Annahme oder Bearbeitung des Berichtes beinhaltete.
Staatsanwalt Emilio Capulong (Vereinigte Kirche Christi in den Philippinen) fragte, ob es nicht angemessen sei, den Bericht des Forums über Wirtschaftliche Gerechtigkeit in den Bericht über Sektion II aufzunehmen. Hierzu wurde geäußert, es sei nicht möglich, den Text des Berichtes zu verändern, außerdem würden auch die Ergebnisse des Forums ein integrales Ganzes bilden.
Ein Vorschlag, Empfehlung 1 grundlegend abzuändern, wurde nicht zugelassen, da der Text nicht schriftlich vorlag. Empfehlungen 1 und 2 wurden unterstützt und ohne weitere Diskussion angenommen.
Der Antrag, die Sitzung zu unterbrechen, wurde unterstützt und angenommen und die Aussprache über den Bericht der Sektion II auf die folgende Sitzung verschoben.
Im Anschluß an die Geschäftssitzung wurde die erste Sitzung des neugewählten Exekutivausschusses gehalten.
Dienstag, 19. August 1997Der Morgengottesdienst wurden von Teilnehmenden aus Europa geleitet. Pfr'in Elizabeth Kuyk (Reformierte Kirchen in den Niederlanden) und Frau Jana Buzková (Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder) hielten zwei Kurzpredigten. Die Verantwortlichen des Gottesdienstausschusses dankten allen, die die Gottesdienste vorbereiten halfen, vor allem den Dolmetscherinnen und Dolmetschern und den Mitgliedern der ungarischen Kirchen.
Die Präsidentin eröffnete die Sitzung um 9.05 Uhr.
Die Aussprache zu den Empfehlungen 3, 4 und 5 wurde aufgenommen. Der Leiter verwies auf die Tatsache, daß der letzte Abschnitt der in Empfehlung 3 vorgeschlagenen Affirmation in Beziehung stünde zur Diskussion von Evangelium und Kulturen im Bericht von Sektion I. Empfehlungen 3, 4 und 5 wurden ohne weitere Diskussion angenommen.
Der Antrag, Empfehlungen 6 und 7 anzunehmen, wurde unterstützt. Ein Änderungsantrag, in der ersten Zeile der Empfehlung 6 das Wort "Konflikt" mit dem Wort "Identität" zu ersetzen, wurde unterstützt, fand aber keine Mehrheit, so daß Empfehlungen 6 und 7 in ihrer ursprünglichen Form angenommen wurden.
Der ordnungsgemäß unterstützte Antrag von Dr. Yong-Bock Kim, den gesamten Bericht entgegenzunehmen, wurde gebilligt.
Bezüglich des Berichtes über das von den Delegierten des Südens veranstaltete Forum über Wirtschaftliche Gerechtigkeit wurde entsprechendes Handeln gefordert. Zweifel wurden geäußert, ob es sinnvoll sei, einem processus confessionis zuzustimmen, ohne genau zu wissen, welche Auswirkungen dies haben könne. Es wurde jedoch erklärt, daß die Forumsvorschläge mit dem Geist der von Sektion II gemachten Empfehlungen übereinstimmten. Der Antrag, den Forumsbericht entgegenzunehmen, wurde unterstützt und gebilligt.
Die Ko-Leiterin Dr. Lucy Kao (Presbyterianische Kirche in Taiwan) beantragte, die Versammlung möge den Bericht entgegennehmen und die Empfehlungen von Sektion III zur Kenntnis nehmen, was ordnungsgemäß geschah. Danach verlas Dr. Kao den Bericht, wonach ihr Ko-Leiter, Dr. Peter Bukowski (Reformierter Bund, Deutschland) in die Empfehlungen einführte, die drei Bereiche umfaßten:
Empfehlungen 1 bis 4 wurden vorgeschlagen und unterstützt. Eine Aussprache folgte.
Ein Änderungsantrag, Empfehlung 2 folgendes hinzuzufügen "... und weist den Exekutivausschuß an, die nötigen Änderungen in den Zusatzbestimmungen vorzunehmen, um diese Ausgewogenheit zu garantieren" wurde unterstützt und angenommen. Die veränderte Empfehlung wurde angenommen.
Zu Empfehlung 1 wurde folgende Änderung vorgeschlagen und unterstützt, die Worte "...oder wenn nicht genügend Mittel vorhanden sind, durch den Partnerschaftsfonds" anzufügen. Auf eine Frage, was dies im Blick auf die am Vortag angenommenen Resolutionen hinsichtlich der Überprüfung aller Positionen bedeute, erklärte der Generalsekretär, es sei noch nicht möglich gewesen, die Finanzierung über 1998 hinaus zu sichern. Es sei der eindeutige Wunsch der Versammlung, PACT auf dieselbe Basis wie die anderen Abteilungen zu stellen, aber zur Zeit fehlten dem Weltbund CHF 300,000 in seinem ordentlichen Haushalt. Der Änderungsantrag fand keine Mehrheit.
Empfehlung 4 betreffend wurde betont, inklusive Sprache sollte wirklich alle miteinschließen und deshalb darauf geachtet werden, Frauen und Jugend nicht immer getrennt zu behandeln.
Dr. Bukowski betonte, die Empfehlung, das PACT-Programm in eine Abteilung umzuwandeln, sei eine Grundsatzerklärung und habe nichts mit der Sicherstellung der Finanzen zu tun. Sowohl der Moderator der Finanzabteilung wie auch der Parlamentarier hatten erklärt, daß die Generalversammlung rechtmäßig beschließen könne, das PACT-Programm in eine Abteilung umzuwandeln. Die Umsetzung dieser Entscheidung müsse vom Exekutivausschuß vorgenommen werden. Besorgnis, welche Konsequenzen die Umwandlung von PACT in eine Abteilung haben könnte, wurden geäußert. Die Präsidentin wurde an die Entscheidung vom Vortag erinnert, die Aussprache zu begrenzen.
Empfehlungen 1, 3, und 4 wurden angenommen.
In Empfehlung 7 wurde vorgeschlagen, Fernkurse miteinzuschließen, um auch Familienfrauen ein Studium zuhause zu ermöglichen.
Empfehlungen 5-8 wurden ohne weitere Aussprache angenommen. Die Versammlung wurde unterbrochen.
Die Präsidentin eröffnete die Sitzung um 10.50 Uhr.
Die Jugenddelegierten und Stewards trugen der Generalversammlung eine Botschaft vor, in der sie ihrer Enttäuschung Ausdruck gaben, daß keine einzige junge Person unter 30 Jahren in den neuen Exekutivausschuß gewählt worden sei. Sie legten eine Petition vor, in der sie forderten, zwei Jugendberater zusätzlich in den Exekutivausschuß aufzunehmen, von denen einer mit den Amtsträgern arbeiten sollte. Außerdem wurde gebeten, eventuelle Vakanzen im neu eingesetzten Exekutivausschuß in der kommenden Zeit mit jungen Leuten zu füllen. Die Petition wurde am Eingang der Kirche ausgelegt, damit die Delegierten sie unterschreiben konnten. Dem Verlesen der Botschaft folgte eine Zeit der stillen Besinnung.
Ein Mitglied meinte, die Versammlung solle in einem Gebet ihr Bedauern vor Gott ausdrücken, die Hoffnungen der anwesenden jungen Menschen nicht erfüllt zu haben. Der Generalsekretär bedauerte Formfehler, die bei der Nominierung und Wahl des Exekutivausschusses gemacht worden seien. Worum gebeten worden sei, lasse sich mit der Verfahrensordnung vereinbaren, und der Exekutivausschuß werden sein Bestes tun, sich danach zu richten.
Pfr. Paul Sherry (Vereinigte Kirche Christi, USA) teilte zusammen mit Pfr. Dr. Clifton Kirkpatrick (Presbyterianische Kirche USA) und Dr. Wesley Granberg-Michaelson (Reformierte Kirche in Amerika) der Generalversammlung die freudige Nachricht mit, daß nach Verhandlungen, die sich 32 Jahre hingezogen hatten, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika am Vortag die volle Kirchengemeinschaft der vier Kirchen bestätigt habe. Sie dankten für Gottes Güte und die nun verwirklichte volle Gemeinschaft.
Empfehlungen 9a, 9b und 10 wurden unterstützt. Ein Mitglied bedauerte, daß in Empfehlung 10 das Wort "koinonia" als "Partnerschaft" übersetzt worden war. Koinonia umfasse aber nicht nur Frauen und Männer, sondern auch Jugendliche und Kinder. Er schlug deshalb den Änderungsantrag vor, die Worte "Jugendliche und Kinder" in den vorhandenen Text einzufügen. Dies wurde unterstützt. Der Ko-Leiter bedauerte, daß der Ausschuß die Änderung nicht annehmen könne, da es die Absicht der Sektion gewesen sei, eine Zielrichtung vorzugeben, innerhalb derer andere Partnerschaften betrachtet werden könnten. Der Änderungsantrag fand keine Mehrheit.
Frau Joy Michael (Kirche von Nordindien) beantragte, Empfehlung 9b so zu ändern, daß die Worte nach "Führungspositionen" in Zeile 3 durch "...durch Weiterbildungsmöglichkeiten, damit sie, je nach Eignung, für Leitungsaufgaben zugerüstet und ermächtigt werden" ersetzt werden. Der Änderungsantrag wurde unterstützt und angenommen. Der Ausschuß erklärte, er habe keine Einwände dagegen. Der revidierte Text, der unterstützt und angenommen wurde, lautet: "Daß alle RWB-Mitgliedskirchen gewährleisten, daß Frauen bei Ernennungen und Einstellungen gleich zu behandeln sind und in allen kirchlichen Stellungen für gleiche Arbeit gleichen Lohn erhalten. Wir bitten dringend, daß PACT durch Weiterbildungsmöglichkeiten sein Netzwerk von Frauen in Führungspositionen ausbaut, um geeignete Frauen für die Besetzung von Stellen vorschlagen zu können."
Empfehlungen 9a und 10 wurden ohne weitere Aussprache angenommen
Der Ko-Leiter dankte der Versammlung für die positive Aufnahme ihrer Vorschläge. Er meinte, der RWB könne stolz sein, die erste größere Kirchenfamilie zu sein, die die Gleichheit von Frauen und Gottes Freude an ihrem Dienst bekräftigt.
Pfr. Joseph Pattiasina (Protestantische Kirche in den Molukken, Indonesien), Leiter des Ausschusses für Öffentliche Angelegenheiten, kam mit anderen Ausschußmitgliedern zum Podium. Dr. Pattiasina beantragte, den Bericht entgegenzunehmen und die Empfehlungen zu berücksichtigen.
Ein indonesischer Delegierter lehnte einen Abschnitt über Ost-Timor ab und bat darum, daß vor der Versammlung ein Bericht über die dortige Situation gegeben werde. Es wurde beantragt, die Debatte zu schließen, was unterstützt und angenommen wurde.
Es wurde vereinbart, den Bericht entgegenzunehmen, damit er zusammen mit den Empfehlungen diskutiert werden könne.
Der Bericht wurde von Dr. Olivia White (Vereinigte Kirche Christi, USA) verlesen, die die sieben Überschriften des Berichtes zusammenfaßte. Es wurde beantragt und unterstützt, die Empfehlungen 1 und 2a-f, die "Menschenrechte" betreffend, anzunehmen.
Ost-Timor: In einer weiteren Aussprache wurde überlegt, wie mit dem folgenden Abschnitt umzugehen sei: "Die Menschen in Ost-Timor, deren Land von Indonesien besetzt wurde, suchen für ihr Recht auf Unabhängigkeit internationale Unterstützung und Anerkennung." Es wurde gefragt, ob eine Änderung des Textes nach einer Erklärung der Lage in Ost-Timor erwogen werden könnte, oder ob die Änderung des Wortes "solche" in "diese" in der ersten Zeile von Empfehlung 1 hilfreich sei. Schließlich wurde vorgeschlagen und unterstützt, die Angelegenheit an den Exekutivausschuß zu verweisen. Eine Stimmenzählung ergab 140 Mitglieder für und 108 gegen die Weiterleitung, so daß die Angelegenheit an den Exekutivausschuß verwiesen wurde.
Dr. Pieter Holtrop (Reformierte Kirchen in den Niederlanden) beantragte, eine Bemerkung ins Protokoll aufzunehmen, daß die indonesische Delegation die oben genannte Formulierung zu Ost-Timor abgelehnt habe.
Staatsanwalt Emilio Capulong (Vereinigte Kirche in den Philippinen) gab seiner Sorge Ausdruck, daß die im Laufe der Aussprache gemachten Bemerkungen eine Kritik der Vorgehensweise des mit dieser Sache beauftragten Ausschusses zu beinhalten schien. Er wies solche Implikationen entschieden zurück.
Ein Antrag, die Debatte zu schließen, wurde angenommen. Dr. Pieter Holtrops Antrag wurde angenommen.
Ungarische Minderheiten: Eine Vertreterin aus Rumänien ergriff zu diesem Abschnitt das Wort und verwies auf die Tatsache, daß in der Empfehlung nicht erwähnt werde, daß ungarische Minderheiten, vor allem in der Slowakei, bei der Verwendung ihrer Muttersprache mit Restriktionen rechnen müßten. Sie bat den Exekutivausschuß, sich dieser Sache anzunehmen. Die Präsidentin erwiderte, man wolle bei Tisch überlegen, wie mit dieser Angelegenheit umzugehen sei.
Diverse Ankündigungen über die Rückgabe der Kopfhörer und die Abreiseformalitäten usw. wurden gemacht. Die Generalversammlung wurde um 12.00 Uhr unterbrochen.
Die Präsidentin eröffnete die Sitzung um 14.15 Uhr.
Atomare Risiken: Ein Delegierter aus Tahiti vertrat die Meinung, daß verschiedene Punkte zu diesem Abschnitt hinzugefügt werden müßten. In seiner jetzigen Formulierung würden die Bedürfnisse der Menschen auf den pazifischen Inseln vernachlässigt. Die Präsidentin wies darauf hin, daß der Text nicht verändert werden könne, daß aber eine diesbezügliche Anmerkung hinzugefügt werden könne, wenn die Meinung bestünde, der Text sei beleidigend oder unzureichend.
Indische Dalits: Frau Joy Michael war der Ansicht, der Text dieses Abschnitts bedürfe einer Klarstellung. Die Dalits würden 25 Prozent der indischen Bevölkerung ausmachen. 10 Prozent der Dalits seien Christen. Der gegenwärtige Präsident Indiens sei ein Dalit. Der indische Kongreß habe sich gegen eine unfaire Behandlung der Dalits ausgesprochen, weshalb sie sich in diesem Zusammenhang gegen die Verwendung des Begriffs "nachteilig" wende.
Empfehlungen 3 und 4 wurden ohne Diskussion angenommen.
Empfehlungen 5, 6 und 7 wurden ohne Diskussion angenommen.
Empfehlungen 8-15 wurden ohne Diskussion angenommen.
Empfehlungen 16, 17 und 18 (an die Kirchen) wurden ohne Diskussion angenommen.
Empfehlungen 19-24 (an den RWB) wurden unterstützt. Ein Delegierter vertrat die Ansicht, es sei wohl übersehen worden, eine Empfehlung auszusprechen, der RWB solle (wie in Empfehlung 26 vorgeschlagen) einen Besuch bei den Kirchen und lokalen Autoritäten in Ruanda usw. planen, um den demokratischen Prozeß, vor allem hinsichtlich der Menschenrechte, zu verdeutlichen.
Ein Änderungsantrag zu Empfehlung 19, nach "RWB" die Worte "wo möglich in Zusammenarbeit mit christlichen Gemeinschaften und anderen Organisationen" einzufügen, der vom Berichterstatter begrüßt wurde, fand Unterstützung und wurde angenommen. Empfehlung 19 lautet nun: "Der RWB solle möglichst in Zusammenarbeit mit christlichen Gemeinschaften und anderen Organisationen für Vertriebene und Flüchtlinge, die unter Hunger, Krankheiten und Katastrophen leiden, die im Kontext eines bewaffneten Konflikts ihr Leben vernichten, Nothilfe organisieren."
Empfehlungen 19-24 wurden danach ohne weitere Diskussion angenommen.
Empfehlungen 25-30 wurden unterstützt. Staatsanwalt Emilio Capulong (Vereinigte Kirche in den Philippinen) wies darauf hin, daß der RWB legal nicht das Recht habe zur Überwachung von Wahlen in irgendeinem Land, weshalb er den Änderungsantrag stellte, in Empfehlung 25 die Worte "sich zu beteiligen" durch die Worte "beobachten" zu ersetzen. Der Berichterstatter nahm diesen freundlichen Änderungsantrag an. Er wurde unterstützt, angenommen und lautet nun: "Daß die Generalversammlung die neue, von der Regierung Äquatorial-Guineas angekündigte Öffnung willkommen heißt, um in Zukunft gerechtere Wahlen zu ermöglichen, und Diskussionen mit der Regierung aufnimmt, damit Mitglieder von RWB-Mitgliedskirchen, zusätzlich zu UN, EU und OAU, die Überwachung der für Ende 1998 geplanten Parlamentswahlen beobachten können."
Empfehlungen 25-30 wurden danach ohne weitere Diskussion angenommen.
Überschwemmungen in Mitteleuropa: Empfehlung 31 wurde angenommen. Es wurde darauf hingewiesen, daß die Kollekte des Abendmahlsgottesdienstes für die Opfer der Flutkatastrophe in den betroffenen Gebieten bestimmt sei.
Krieg in Liberia: Empfehlungen 32, 33 und 34 wurden unterstützt. Ein Änderungsantrag, Empfehlung 32 mit folgenden Worten zu beginnen, "In Anerkennung der Tatsache, daß der Krieg in Liberia offiziell zu Ende ist und Wahlen abgehalten wurden" wurde unterstützt und angenommen. Die Empfehlung lautet nun wie folgt: "In Anerkennung der Tatsache, daß der Krieg in Liberia offiziell zu Ende ist und Wahlen abgehalten wurden, ruft der RWB seine Mitgliedskirchen auf, Programme zur Wiedereingliederung von Kriegsopfern, vor allem von Frauen und Kindern, aufzustellen; Nothilfe für zurückkehrende Flüchtlinge, vor allem Frauen und Kinder, zu leisten und die vom Krieg zerstörten Kirchen wieder aufzubauen."
Ein liberianischer Vertreter dankte für den hilfreichen Besuch des RWB in Liberia.
Ein nigerianischer Vertreter, der festgestellt hatte, daß es im Haushalt keinen Posten für humanitäre Hilfe gab, fragte, wo Mittel für diese Zwecke gefunden werden könnten. Der Generalsekretär erklärte, solche Mittel seien über den Partnerschaftsfonds erhältlich.
Empfehlungen 32, 33 und 34 wurden daraufhin angenommen.
Die Versammlung wandte sich erneut dem revidierten Botschaftstext zu, der Änderungen oder Zusätze in italics gedruckt hatte und zu löschende Abschnitte in eckigen Klammern.
Einige Vorschläge wurden eingereicht und vom Ausschuß notiert. Es wurde zugestimmt, in Zeile 2 des vierten Abschnittes der Erklärung von Debrecen nach "männlich und weiblich" noch "jung oder alt " einzufügen und im sechsten Abschnitt desselben Dokuments vor dem Wort "Lebensstil " das Wort "einfachen" wieder einzufügen. Ein Antrag, die Debatte zu schließen, wurde unterstützt und angenommen. Der vierte Abschnitt beginnt nun: "Wir gehören nicht uns selbst. Wir wissen, daß wir in Jesus Christus teuer erkauft sind. Wir wollen niemanden von oben herab behandeln, ausschließen, noch die Gaben irgendeiner Person, sei sie männlich oder weiblich, jung oder alt, ignorieren." Der sechste Abschnitt lautet nun: "Wir gehören nicht uns selbst. Wir sind dazu berufen, uns zu einer neuen Gemeinschaft im Geiste Gottes verwandeln zu lassen. Wir verpflichten uns zu einem einfachen Lebensstil, der Zeugnis ablegt über Gottes ordnendes Eingreifen im Haushalt des Lebens."
Der Antrag, die Botschaft anzunehmen wurde unterstützt.
Ein Teilnehmer stellte fest, in der ersten Version sei Gerechtigkeit mit Glauben gleichgesetzt worden, während die zweite Version nun zu sagen scheine, im Glauben vereint zu sein, sei gleichbedeutend mit gemeinsame moralische Aufgaben zu finden. Er fühle ein Unbehagen bei der eingeschlagenen Richtung und wolle beantragen, daß der letzte Satz in Abschnitt acht der Botschaft wie folgt verändert werden solle: "Wenn die Pläne weiterverfolgt werden, uns anläßlich der Jahrtausendwende zu einem universalen Konzil zu verpflichten, sollte der Beziehung zwischen unserem Verständnis von Glauben, von Gottes Gnade in Jesus Christus und von einem gottgefälligen Leben im Haushalt Gottes ein hoher Stellenwert eingeräumt werden." Dieser Antrag wurde unterstützt, von den Berichterstattern gutgeheißen und angenommen.
Ein anderer Teilnehmer meinte, in der Botschaft würde eine Formulierung fehlen, in der zum Ausdruck kommt, daß wir mehr auf die Macht des Wortes Gottes vertrauen, als auf unseren eigenen Glauben. Die Berichterstatter stimmten zu, in den entsprechenden Satz (Seite 1, Abschnitt 2, Zeile 6) nach "Wir erwidern" die Worte "Gottes Wort" einzufügen, so daß der Satz nun wie folgt lautet: "Wir erwidern Gottes Wort, indem wir Gottes Gnadenbund bezeugen, der uns befreit und freudig bereit macht, unsere Rolle in Gottes Lebenshaushalt zu übernehmen."
Der Antrag, die Debatte zu schließen, wurde unterstützt und gebilligt. Die Botschaft wurde verabschiedet und dem Botschaftsausschuß herzlich für seine Arbeit gedankt.
Australische Delegierte empfahlen eine Überprüfung der Vorgehensweise für Nominierungen zum Exekutivausschuß, wie sie in der Verfahrensordnung, Nr. 20, und in den Zusatzbestimmungen III.1.d. dargelegt sind. Diese Empfehlung wurde unterstützt und an den Exekutivausschuß zur weiteren Beratung verwiesen.
Der neugewählte Präsident, Dr. C.S. Song, beantragte "die Beteiligung der Jugend an den Entscheidungsprozessen und die Moderation von PACT an den Exekutivausschuß zur Beschlußfassung in naher Zukunft zu verweisen". Diese Resolution wurde unterstützt und angenommen.
Im Auftrag der 28 indonesischen Mitgliedskirchen wurde die Einladung ausgesprochen, die 24. Generalversammlung in einem eintausend Teilnehmende fassenden Konferenzzentrum in Nordsumatra abzuhalten, 40 km vom Internationalen Flughafen Medan und eine Stunde von Singapur entfernt. Die Präsidentin dankte herzlich für diese großzügige Einladung. Auf die Frage eines Delegierten hinsichtlich der vorgeschlagenen gemeinsamen Vollversammlung von ÖRK, LWB und RWB erklärte die Präsidentin, dieser Faktor müsse noch weiter erforscht werden. Nach einem nochmaligen Dank für diese Einladung der indonesischen Kirchen überreichte die indonesische Delegation der Präsidentin und dem Generalsekretär Geschenke.
Pfr. Hugh Davidson dankte allen, die an den Vorbereitungen und der gelungenen Durchführung der Generalversammlung beteiligt waren. Er hob die Präsidentin hervor, die mit Autorität, Geduld, Charme und ständigem gutem Humor leitete, nachdem sie dieses Amt unter schwierigen Umständen übernommen hatte. Im Namen des Weltbundes wurde ihr ein Geschenk überreicht, das sie freundlich entgegennahm.
Der Generalsekretär bat die beiden Vizepräsidenten, S. E. Benjamin Masilo und Pfr. Dr. Abival Pires da Silveira, nach vorne zu treten. Er lobte ihren hervorragenden Dienst in kirchlichen und öffentlichen Angelegenheiten und überreichte jedem ein Geschenk. Vizepräsident Masilo betonte für sich und Dr. Pires da Silveira, welche Freude es ihnen beiden bereitet habe, dem Exekutivausschuß anzugehören, und wie sehr sie ihren Abschied nun bedauerten. Die Erinnerungen an die Liebe und Freundschaft der Präsidentin und der übrigen Mitglieder des Exekutivausschusses seien ein kostbares Gut. Sie stünden auch weiterhin für den Dienst im Namen des Weltbundes zur Verfügung. Vizepräsident Masilo lobte die Arbeit, die der Weltbund im Zusammenhang mit afrikanischen Angelegenheiten geleistet habe und forderte die Kirchen Afrikas auf, mehr Unterstützung anzubieten.
Die Präsidentin sagte, sie sei gebeten worden, mitzuteilen, daß die scheidenden Mitglieder des letzten Exekutivausschusses dem Weltbund für künftige Aufgaben zur Verfügung stünden.
Die Dankesworte wurden angenommen.
Angesichts der mangelnden Zeit wurde beantragt und unterstützt, die unerledigten Tagesordnungspunkte zur weiteren Bearbeitung an den Exekutivausschuß zu verweisen. Die kenianische Delegation bat, den Abschnitt über Kenia aus diesem Antrag herauszunehmen. Des weiteren wurde die Bitte geäußert, die Zahlen in dem Bericht über die indischen Dalits klarzustellen. Außerdem wurde gebeten, der Exekutivausschuß möge sich mit der Frage der ungarischen Sprache in Minderheitsgebieten befassen. Der Antrag, die Debatte zu schließen, wurde unterstützt und angenommen. Des weiteren wurde beantragt, unterstützt und vereinbart, alle anderen offenen Fragen, außer denen über Kenia, an den Exekutivausschuß zu verweisen.
Kenia: Herr Joseph Kigen (Reformierte Kirche von Ostafrika), der für die kenianischen Delegierten sprach, bat in deren Namen, die Angelegenheit zu suspendieren, bis die Kenianer selbst den Wunsch äußerten, die sie betreffenden Fragen zu diskutieren. Daraufhin wurde vereinbart, den folgenden Text und die Empfehlungen auf unbestimmte Zeit zu vertagen:
"Die Presbyterianische Kirche von Ostafrika lenkte kürzlich die Aufmerksamkeit des RWB auf die Situation in Kenia, wo trotz eines Mehrparteiensystems die autokratische Herrschaft des Präsidenten und repressive Gesetze wie Inhaftierung ohne Gerichtsverfahren, Versammlungsverbot und Ausnahmezustand weiterbestehen. Der Nationale Kirchenrat von Kenia hat zusammen mit muslimischen Gemeinschaften und verschiedenen weltlichen und religiösen Gruppen Druck auf die Regierung ausgeübt, damit die Verhandlungen mit dem Ziel politischer Reformen und der Bekräftigung der Menschenrechte wieder aufgenommen werden. Trotzdem ist es kürzlich zu einer Eskalation der Gewalt mit einem Generalstreik, dem Tod zweier Polizisten und der beinahe tödlich ausgehenden Mißhandlung eines Pfarrers der Presbyterianischen Kirche von Ostafrika gekommen."
Der Ausschuß für Öffentliche Angelegenheiten empfiehlt, daß der Exekutivausschuß des RWB:
Die Präsidentin, der neugewählte Präsident und der Generalsekretär erhielten je ein Geschenk von der indischen Delegation, die damit ihre Dankbarkeit zum Ausdruck brachte. Danach wurde die Versammlung unterbrochen.
Um 16.15 Uhr versammelten sich die Delegierten der Generalversammlung in der Großkirche zu einem von der Präsidentin angeführten Akt des Bundesschlusses und zur Einführung der Amtsträger/innen und des neuen Exekutivausschusses.
Die Botschaft und die Erklärung wurden verlesen und von den Mitgliedern des alten und des neuen Exekutivausschusses unterzeichnet. Die Präsidentin lud alle Mitglieder der Generalversammlung ein, die Botschaft beim Ausgang an den Kirchentüren zu unterzeichnen. Die Feier schloß mit dem Lied "Send me Lord".
Die Generalversammlung schloß um 19.30 Uhr mit einem Abendmahlsgottesdienst in der Großkirche. Der neugewählte Präsident, Dr. C.S. Song und Bischof Dr. Gusztáv Bölcskei von der Reformierten Kirche in Ungarn predigten (Anhang 26 & 27).
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Nach dem Gottesdienst beteiligten sich die Mitglieder der Generalversammlung und der Ortsgemeinden an einem Fackelzug zum Reformationsplatz außerhalb der Kossuth-Universität, der wegen des ungarischen Nationalfeiertags mit Flutlicht erleuchtet war. Dort wurde die Erklärung von Debrecen in ungarisch und den vier Sprachen der Generalversammlung vor einer Menge von mehr als 2.000 Menschen öffentlich vorgelesen. Danach gingen die Teilnehmenden auseinander und die Generalversammlung fand ihr Ende.
"Nicht uns, Herr, nicht uns,
sondern deinem Namen gib Ehre." (Psalm 115,1)
Für das Protokoll verantwortlich:
Judy Guder und John Gilbey
1. Debrecen 1997: Protokoll und Berichte der 23. Generalversammlung hrg. Milan Opocensky (Genf: RWB, 1997), Anhang 8, S. 132 usw.
2. Debrecen 1997, Anhang 11, S. 179.
3. Debrecen 1997, Anhang 18, S. 234usw.
4. Die Wahlen nahmen die 11. bis 13. Geschäftssitzung in Anspruch. Die Diskussion über den Bericht des Ausschusses für Grundsatzfragen wurde während der Stimmauszählungen fortgesetzt. Um einer besseren Übersicht willen werden die Wahlen im Protokoll zusammenhängend aufgeführt.