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Accra 2004 |
Reformierte Kirchen in der Mission vereintStudierende aus Uganda, die von ihren ausländischen Studienaufenthalten zurückkehrten, führten in den 1970er Jahren die reformierte Lehre in ihrem Land ein. In den Jahrzehnten danach gründeten sich mehrere Kirchen in Uganda. 1995 begannen Pfarrer aus der Presbyterianischen Kirche und aus der Reformierten Presbyterianischen Kirche eine engere Zusammenarbeit zu suchen. 2001 traten die sieben reformierten Kirchen Ugandas zusammen, um über aktuelle Herausforderungen in ihrem Land nachzudenken. 2002 trafen sie sich wieder und identifizierten vier Bereiche für gemeinsames missionarisches Handeln. Kirchengemeinderäte, Jugendleiter, Erzieherinnen und Pfarrer aus vier Kirchen veranstalteten ein missionarisches Aktions- und Reflexionswochenende, um die Stichhaltigkeit des Programms Mission in Einheit zu testen. Was geschieht, wenn Menschen aus unterschiedlichen Kirchen zu gemeinsamer Bibelarbeit und gemeinsamem Glaubenszeugnis zusammenkommen? Die Gruppe begann das Wochenende, indem sie die Geschichte von Naamans Heilung aus 2. Könige 5 las und sich die Charaktere in der Geschichte vergegenwärtigte. Zu zweit gingen sie dann in die Gemeinde, um ihre Glaubenszeugnisse auszutauschen und den Menschen zuzuhören, die ihnen begegneten. Was können wir aus der Zusammenarbeit lernen?Jackson: Simon von der Reformierten Presbyterianischen Kirche und ich besuchten gemeinsam eine Familie. Wir hatten eine gute Teamarbeit, denn wir sind gar nicht so verschieden. Francis: Ich habe viel aus unserem Zusammensein gelernt. Ich konnte offener sein und habe gespürt, dass wir einander brauchen. George: Nelson von der Evangelischen Freikirche und ich haben unsere verschiedenen Missionserfahrungen ausgetauscht. Dabei habe ich einige neue Dinge gelernt. Es hat mir sehr gefallen. Peace: Ich habe die Einheit des Leibes Christi erfahren. Wir haben einen Mann zur Kirche eingeladen. Ich habe ihm aber nicht meine eigene, sondern die nächstliegende Kirche gezeigt. Ich freue mich, wenn er dort ein Zuhause findet - und Jesus. Naamans Geschichte (2Kön 5)Naamans Frau: Der Schein trügt! Die Frauen im ganzen Land beneideten mich wegen meines reichen und berühmten Mannes. Sie sahen, wie sehr ihn der König von Aram bevorzugte. Was aber wussten sie von meiner Angst oder von seiner Scham. Naaman - sein Name bedeutet "Liebenswürdigkeit", aber sein Leben besteht nur noch aus Einsamkeit, Abscheu und Aussatz. Die junge Sklavin: Lange Zeit habe ich Namaan gehasst! Er hatte mich aus meinem Land entführt. Manchmal kann ich mich kaum noch an das Gesicht meiner Mutter erinnern. Aber als ich ihn dann so leidend sah, hörte ich die Stimme meines Vaters, der uns Geschichten erzählte, wie wir einst Sklaven in Ägypten waren, dass Gott aber unser Leiden kannte und unser Schreien hörte und uns mit mächtiger Hand und ausgestrecktem Arm herausführte. Und ich erinnerte mich der Geschichten, dass wir Leben und Segen bekämen, wenn wir die Gesetze hielten, und der Propheten, die alles vermögen im Namen des Herrn. Alles! Naaman: Ich dachte, ich hätte alles. Als ich dann krank wurde, merkte ich, dass ich gar nichts hatte. Nie habe ich einen Gedanken an meine Sklaven verschwendet, aber dieses eine Sklavenmädchen dachte an mich. Ich war bereit, alles zu tun, damit es mir besser ginge, und dann war es eine einfache und demütige Aufgabe, die mir Heilung brachte. Ich bot dem Propheten Silber und Gold und war es dann selbst, der die Geschenke erhielt - Heilung, Erde und Frieden. Alles ist auf den Kopf gestellt und ich war noch nie so glücklich! Naamans Diener: Unsere Aufgabe war minderer Art. Wir beluden die Wagen, spannten die Pferde ein und sahen zu, dass Naaman sich wohl fühlte. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass ein Bad im Jordan einen Unterschied machen könnte, aber es nicht zu versuchen, war auch dumm. Nun ja, ihr kennt das Ergebnis. Nach dem siebten Untertauchen im Fluss war sein Fleisch heil wie das eines jungen Knaben! Die Rückkehr war dann leicht. Gehasi: Wenn nur diese Ausländer nicht gekommen wären! Naaman hat mir diesen Fluch gebracht! Und wenn nur Elisa die Geschenke nicht abgelehnt hätte, sie waren doch so wohl verdient? Aber dann, wenn ich nur Naaman nicht nachgerannt wäre und ihm diese Geschichte erfunden hätte. Ach hätte ich doch meinen Herrn nicht angelogen. Ach hätte ich doch ...! Was lehrt uns Naamans Geschichte über Mission?Prossy: Ich denke, die junge Sklavin ist die Missionarin. George: Wir sollten aufhören, andere Menschen zu verachten und allen zuhören. Menschen, von denen man es nicht erwartet hätte, wie das Sklavenmädchen, haben vielleicht eine Botschaft von Gott. Peter: Es ist nicht leicht, herauszufinden, wer Gottes Botschafter ist. Einige sagen, unsere (politischen) Gemeinderäte seien ein Instrumente von Gottes Mission, weil er sich für Gerechtigkeit und Frieden in der (politischen) Gemeinde einsetzen. Kann aber eine säkulare Einrichtung am missionarischen Auftrag beteiligt sein? Vielleicht ist ja Gottes Mission tatsächlich größer als die Mission der Kirche. Es ist jedenfalls wichtig, sowohl als reformierte Kirchen als auch mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. Francis: Ich erzählte einem Mann auf der Straße von meinem Glauben. Er wollte sein Leben Jesus übergeben, arbeitete aber in einer Brauerei und meine Kirche verbietet das Trinken von Alkohol. Er fragte, ob er seinen Job aufgeben müsse, aber wie könne er dann seine Familie ernähren? Ich sagte ihm, er solle dort bleiben, Gott würde ihm vielleicht nach einiger Zeit helfen, eine neue Arbeit zu finden. War meine Antwort richtig? Sarah: Der Prophet sagte zu Naaman: "Zieh hin mit Frieden!" Christus akzeptiert uns wie wir sind und macht aus uns dann die Menschen, die wir nach seinem Willen werden sollen. Wir sollten den Menschen, die Christus angenommen haben, keine Bedingungen auferlegen. Fragen
GebetLiebender Gott, du hast mich geschaffen. Mein Anfang und mein Ende, mein Ursprung und meine Bestimmung gründen in dir. Du hast uns alle geschaffen, jede und jeden in einzigartiger Weise, und doch uns alle nach deinem Bild. Lehre mich, dich in den anderen zu erkennen und sie als mich ergänzenden Teil deines Leibes anzunehmen. Und lieber Gott, lehre mich auf dich zu hören, wenn du rufst. Die Einladung, an deiner Mission teilzuhaben, kann mich ängstigen, denn ich bin wie Mose, der stottert und wie Jona, der wegläuft. Gib mir Kraft, Gott, meinen Teil in deiner Mission anzunehmen und vielleicht wie das junge Mädchen zu werden, die die Liebe aufbrachte, selbst gegenüber Autorinnen und AutorenDie Studie wurde in Uganda unter Mithilfe folgender Personen vorbereitet: James Yiga (Presbyterianische Kirche in Uganda); Charles Busiingye, Simon Kajjimu, Peace Kiconco, Hosea Nelson Kyasooka, Sarah Kyasooka, Edward Musinguzi, George Mulindwa (Reformierte Presbyterianische Kirche in Uganda); Francis Amitu, Peter Muwonge, Prossy Nankye, Jennifer Nalimu, Jackson Serunkuma, Nelson Wangwabi (Evangelische Freikirche Kampala); Beatrice Nengoni (Christliche Reformierte Kirche in Ostafrika); und Jet den Hollander (Projekt Mission in Einheit, Genf).
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